شب فرا می‌رسد

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شب فرا میرسد
Night will fall-poster-2014.jpg
پوستر فیلم
کارگرداناندره سینگر
بازیگرانهلنا بونهام کارتر (صدا)
تاریخ‌های انتشار
٢٠١٤
مدت زمان
٧٥ دقیقه
کشور بریتانیا
زبانانگلیسی

شب فرا میرسد نام یک فیلم مستند به کارگردانی اندره سینگر و محصول سال ٢٠١٤ میلادی است.در تولید این فیلم آلفرد هیچکاک نیز نقش داشته است.نگاتیوهای قدیمی این فیلم به همت موزه جنگ بریتانیا از آرشیو خارج و مرمت شدند.

ساخت مستند[ویرایش]

در روزهای پایانی جنگ در مه ۱۹۴۵ سیدنی برنستاین، از دوستان هیچکاک در لندن که از مقامات دایره اطلاعات ارتش بریتانیا بود، به او اطلاع داد که در ستاد ارتش فیلم‌های خبری جالبی گرد آمده که می‌توان از آنها یک یا چند فیلم مستند ساخت. او تأکید کرده بود که فیلم‌های فراهم‌شده، چنان بی‌نظام و پراکنده هستند که شاید تنها کارگردانی باتجربه و ماهر بتواند آنها را به فیلمی دیدنی تبدیل کند.هیچکاک که خود تدوین‌گری زبردست بود برای تدوین فیلم ابراز آمادگی کرد.هنگامی که او در اواخر ژوئن ۱۹۴۵ به انگلستان رسید، در استودیویی در لندن با فیلم‌هایی روبرو شد که اکیپ‌های عکاسی و فیلمبرداری ارتش‌های متفقین، آمریکا و بریتانیا و اتحاد شوروی، هنگام آزادسازی اردوگاه‌های رژیم نازی در برگن‌بلزن، آشویتس و داخاو فیلمبرداری کرده بودند.هیچکاک تصمیم گرفت از شش حلقه فیلمی که در اختیارش گذاشته شده بود، فیلمی به نام "مروری مستند بر اردوگاه‌های آلمانی" بسازد. او یادداشت‌های زیادی نوشت، فیلم‌ها را دسته‌بندی کرد، اولین تدوین فیلم را به پایان رساند و از آن یک "نسخه خام" فراهم کرد.اما به دلایل گوناگون فیلمی که هیچکاک ساخته بود نه به تدوین نهایی رسید و نه هرگز نمایش داده شد.دین ترتیب حلقه‌های فیلم به همراه تمام یادداشت‌های هیچکاک به زودی به آرشیوهای مخفی سپرده شدند و دهها سال دور از دسترس ماندند، حتی گفته شد که برخی یا تمام آنها گم شده‌اند.پس از سال‌ها(در سال ٢٠١٣)،نگاتیوها از آرشیو خارج و مرمت شدند.آندره سینگر، مستندساز بریتانیایی با همکاری شماری از تدوین‌گران ماهر، موفق شد نسخه ابتدایی را که هیچکاک فراهم کرده بود بازسازی کند و با افزودن موادی تازه، از جمله گفتگو با آخرین بازماندگان اردوگاه‌ها، با تصاویر و توضیحات بیشتر گسترش دهد.[۱]

اکران[ویرایش]

این مستند برای نخستین بار در فوریه ٢٠١٤ در جشنواره فیلم برلین به نمایش درآمد. این فیلم به مناسبت هفتادمین سالگرد آزادی آشویتس، در شامگاه ۲۶ ژانویه به طور همزمان از شبکه تلویزیونی چند کشور، از امریکا و بریتانیا (کانال چهار) تا لهستان و هنلد و آلمان و نروژ پخش شد.

موضوع فیلم[ویرایش]

در این فیلم جنایات رژیم نازی آلمان به نمایش درمیآید.

منابع[ویرایش]

  1. «در جهنم آشویتس: بازسازی مستند گمشده هیچکاک». ,وبسایت بی بی سی فارسی.
Filmdaten
Deutscher TitelNight will fall – Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen
OriginaltitelNight Will Fall
ProduktionslandVereinigtes Königreich, Israel, USA
Originalspracheenglisch, hebräisch, russisch
Erscheinungsjahr2014
Länge75 Minuten
Stab
RegieAndré Singer
DrehbuchLynette Singer
ProduktionSally Angel,
Brett Ratner
MusikNicholas Singer
KameraRichard Blanshard
SchnittArik Leibovitch,
Stephen Miller

Night will fall – Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen (Originaltitel Night Will Fall) ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2014 über ein 1945 unvollendet gebliebenes Filmprojekt des Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force (SHAEF), das die NS-Verbrechen in den Konzentrationslagern, speziell den Lagern Bergen-Belsen, Auschwitz, Dachau und Ebensee darstellen sollte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er beruht auf Filmmaterial, das bei der Befreiung der Lager im April 1945 von Kamerateams der Alliierten hergestellt wurde. Beim Projekt German Concentration Camps Factual Survey unter Leitung von Sidney Bernstein sollte daraus noch 1945 in London eine Dokumentation über deutsche Gräueltaten entstehen, um sie der deutschen Bevölkerung und deutschen Kriegsgefangenen vorzuführen. Es wurden für den Schnitt bekannte Regisseure und Produzenten wie Alfred Hitchcock und Billy Wilder hinzugezogen. Das Projekt blieb unvollendet, weil sich die Prioritäten der britischen Behörden von der Entnazifizierung zur Zusammenarbeit mit Deutschen entwickelt hatten.[1]

Einzelne Filmausschnitte wurden bei den Kriegsverbrecherprozessen in Hannover und Nürnberg als Beweismaterial verwendet.

Nachdem das Material lange Zeit als verschollen gegolten hatte, konnte es im Jahr 2014 wiederhergestellt und aktualisiert sowie um seine Entstehungsgeschichte ergänzt werden.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film beginnt mit der Befreiung des KZs Bergen-Belsen. Der Kommandeur des Lagers Josef Kramer, und weitere Wachen werden als Kriegsgefangene festgenommen.[2] Die deutschen SS- und ungarische Wachen werden bei der Bestattung der 30.000 toten Häftlinge eingesetzt. Im Original-Film wurden auch sowjetische Aufnahmen aus den Konzentrationslagern Majdanek und Auschwitz-Birkenau verwendet (z. B. Haare und Brillen der Ermordeten). Die Funde nach der Befreiung der KZs in Polen werden gezeigt. Außerdem werden in der Gegenwart Interviews mit Überlebenden der Lager geführt: Mania Salinger (geb. Tenenbaum), Anita Lasker-Wallfisch, Eva Mozes Kor, Vera Kriegel, Tomy Shacham (geb. Schwarz) und Branko Lustig, Produzent von Schindlers Liste. Lustig beschreibt, wie er Dudelsackmusik der schottischen Brigade hörte. Da er dem Tode näher als dem Leben war, dachte er, es handele sich um Engelsmusik.

Kor und Kriegel waren Opfer der Zwillingsforschung des KZ-Arztes Josef Mengele gewesen und Anita Lasker-Wallfisch hatte im Mädchenorchester von Auschwitz musizieren müssen.

Auch Aufnahmen von der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Ebensee, einem Außenlager des KZ Mauthausens, werden gezeigt und solchen z. B. des dortigen Luftkurorts gegenübergestellt, im Film nicht verwendete erste amerikanische Farbaufnahmen den Schwarzweißbildern vom selben Ort. Eisenhowers Besuch mit Delegationen von Parlamentariern und Journalisten. Der ehemalige Artillerieoffizier Leonard Berney über die medizinische Versorgung der ehemaligen Häftlinge (er leitete nach den ersten Wochen das DP Camp Panzer Barracks in Hohne).

Es wird ebenfalls ein Interview mit Alfred Hitchcock gezeigt, der die Arbeit mit Bernstein an dem Film beschreibt.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben mehreren Nominierungen erhielt A. Singer beim

  • Jerusalem Film Festival 2014 eine lobende Erwähnung beim Jewish Experience Award – The Avner Shalev Yad Vashem Chairman’s Award
  • Sheffield International Documentary Festival 2014 eine besondere Erwähnung

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Filmtitel „Night Will Fall“ wurde aus dem Filmskript der letzten Szene des Originalfilms von 1945 gewählt. Dort heißt es sinngemäß: „Finsternis kommt über die Menschheit“, wenn die Welt aus diesen Bildern keine Lehre zieht.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. German Concentration Camps Factual Survey auf der Seite des Imperial War Museum
  2. Artikel im Guardian (engl.)