ونسا ردگریو

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ونسا ردگریو
Vanessa Redgrave 536916876.jpg
ونسا ردگریو نیویورک سیتی، ۶ ژوئن ۲۰۰۷
زمینه فعالیت سینما
تولد ۳۰ ژانویهٔ ۱۹۳۷ ‏(۸۲ سال)
گرینویچ، لندن، انگلستان
والدین مایکل ردگریو
ریچل کمپسون
ملیت بریتانیایی
پیشه هنرپیشه
سال‌های فعالیت ۱۹۵۸-اکنون
همسر(ها) تونی ریچاردسون (۱۹۶۷–۱۹۶۲)
فرانکو نرو (تاکنون-۲۰۰۶)
صفحه در وبگاه IMDb

ونسا ردگریو (به انگلیسی: Vanessa Redgrave) (زادهٔ ۳۰ ژانویه ۱۹۳۷) بازیگر برجستهٔ سینما و تئاتر انگلستان است. پدرش نیز هنرپیشه بوده‌است. ونسا بخاطر بازی در نقش زنان محکم و با اعتماد به نفس معروف است.

بخشی از فیلم‌شناسی[ویرایش]

سال عنوان نقش توضیحات
۱۹۶۶ مورگان، بیمار مناسبی برای درمان Leonie Delt
۱۹۶۶ مردی برای تمام فصول آن بولین
۱۹۶۶ آگراندیسمان Jane
۱۹۶۷ کملوت Guinevere
۱۹۶۸ ایزادورا ایزادورا دانکن
۱۹۷۱ ماری، ملکه اسکاتلند ماری یکم اسکاتلند
۱۹۷۴ قتل در قطار سریع‌السیر شرق Mary Debenham
۱۹۷۷ جولیا Julia
۱۹۷۹ آگاتا آگاتا کریستی
۱۹۸۴ بوستونی‌ها Olive Chancellor
۱۹۸۵ وتربی Jean Travers
۱۹۹۱ کاترین جوان امپراتریس الیزابت TV film
۱۹۹۲ هواردز اند Ruth Wilcox
۱۹۹۳ گنجشک Sister Agata ایتالیایی: Storia di una capinera
۱۹۹۶ مأموریت غیرممکن Max
۱۹۹۷ وایلد Lady Speranza Wilde
۱۹۹۷ خانم دالووی Mrs. Clarissa Dalloway
۱۹۹۷ بلا مافیا Graziella Luciano
۱۹۹۸ تأثیر عمیق Robin Lerner
۱۹۹۸ لولو روی پل Catherine Moore
۱۹۹۹ دختر، گسیخته‌شده Dr. Sonia Wick
۲۰۰۰ میرکا Kalsan
۲۰۰۴ تب Woman Also executive producer
۲۰۰۵ میراث‌دار: افسانه عمر خیام Heiress, TheThe Heiress
۲۰۰۵ کنتس سفید Vera Belinskya
۲۰۰۶ ونوس Valerie
۲۰۰۷ چیستان Roberta Elliot
۲۰۰۷ غروب Ann Lord
۲۰۰۷ کفاره Older Briony Tallis
۲۰۱۰ نامه‌هایی به ژولیت Claire Smith-Wyman
۲۰۱۰ افشاگر Madeleine Rees
۲۰۱۱ کوریولانوس Volumnia
۲۰۱۱ ماشین‌ها ۲ Mama Topolino/Queen Voice only
۲۰۱۱ بی‌نام الیزابت یکم
۲۰۱۳ پیشخدمت Annabeth Westfall
۲۰۱۴ فاکس‌کچر Jean Liseter Austin du Pont


منابع[ویرایش]

Vanessa Redgrave, 2016

Vanessa Redgrave CBE (* 30. Januar 1937 in London) ist eine britische Theater- und Filmschauspielerin. Sie gewann 1978 den Oscar und ist mehrfache Golden-Globe-Preisträgerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vanessa Redgrave entstammt einer Schauspielerdynastie, die von ihrem Großvater Roy Redgrave (1873–1922) begründet wurde. Auch ihre Eltern Michael Redgrave und Rachel Kempson sowie ihre Geschwister Lynn Redgrave und Corin Redgrave waren in der Filmbranche tätig.

Nach ihrer Ballettausbildung besuchte sie die Central School of Speech and Drama und beendete diese im Jahr 1958. Im selben Jahr debütierte sie sowohl am Theater wie auch beim Film an der Seite ihres Vaters. Bis 1966 spielte sie zunächst ausschließlich Theater und wurde als begabte Schauspielerin vom Publikum wie auch von Kritikern gefeiert. 1961 wurde sie Mitglied des renommierten Theaterensembles Royal Shakespeare Company. Redgrave erhielt zahlreiche Ehrungen als Theaterschauspielerin.

Als Film- und Fernsehschauspielerin wirkte sie an mehr als 130 Produktionen mit. 2017 gab sie mit der Dokumentation Sea Sorrow ihr Regiedebüt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 auf der Berlinale
Vanessa Redgrave

Mit ihrer ersten Hauptrolle in Morgan. A Suitable Case For Treatment (dt. Protest, 1966) gelang ihr der Durchbruch beim Film. Neben einer Oscarnominierung erhielt sie den Darstellerpreis bei den Filmfestspielen von Cannes 1966. Michelangelo Antonionis Film Blow Up machte sie einem weltweiten Kinopublikum bekannt und brachte ihr erneut einen Preis in Cannes ein. Zahlreiche Filme folgten, für die sie etliche weitere Nominierungen und Ehrungen erhielt, so 1978 den Oscar als beste Nebendarstellerin für Fred Zinnemanns Julia sowie 1980 den Emmy für den Fernsehfilm Playing For Time nach einem Stoff von Arthur Miller.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vanessa Redgrave war von 1962 bis 1967 mit dem Regisseur Tony Richardson verheiratet. Aus der Ehe stammen die Töchter Natasha Richardson (1963–2009) und Joely Richardson (* 1965), die ebenfalls Schauspielerinnen wurden. Auch ihre Enkelin, Daisy Bevan, ist Schauspielerin.

Nach der Scheidung 1967 von ihrem Ehemann hatte Redgrave diverse Beziehungen. Ihr drittes Kind Carlo Gabriel Nero (* 1969) stammt aus der Verbindung mit Franco Nero, den sie 37 Jahre nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes im Dezember 2006 heiratete. Carlo Gabriel Nero ist Schauspieler und Regisseur.

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vanessa Redgrave ist Trotzkistin und auch anderweitig politisch engagiert: So demonstrierte sie gegen Nuklearwaffen, gegen den Vietnamkrieg, für die IRA, für Jassir Arafat und seine PLO. Der Auslöser für ihr politisches Engagement war eine berühmt gewordene Radiosendung der BBC aus dem Jahr 1948, die eine Hörspielfassung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ausstrahlte, zu deren Verfassern auch Eleanor Roosevelt gehörte.

1978 wurde Redgrave für ihre Darstellung der Titelrolle in dem Film Julia, die im Zweiten Weltkrieg wegen ihrer antifaschistischen Aktivitäten vom Nazi-Regime ermordet wurde, mit dem Oscar ausgezeichnet. Vor der Verleihung demonstrierten Mitglieder der Jewish Defense League gegen Vanessa Redgrave sowie deren Mitwirkung in dem Dokumentarfilm The Palestinians von 1977 und deren Engagement für die Palästinenser. Die Academy hatte im Vorfeld der Verleihung Todesdrohungen erhalten für den Fall, dass ihr der Oscar verliehen werden würde. In ihrer Dankesrede zur Preisverleihung verurteilte sie jede Form von Totalitarismus und bemerkte dabei, dass weder sie noch die Academy sich einschüchtern ließen von einer „kleinen Gruppe zionistischer Ganoven,[1] deren Verhalten einen Angriff auf die Größe der Juden in der ganzen Welt und die großartige und heroische Erinnerung an ihren Kampf gegen Faschismus und Unterdrückung“ darstellte.

Inzwischen engagiert sich Redgrave vor allem als UNICEF-Botschafterin und gegen den Irakkrieg.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Vanessa Redgrave ist eine große Künstlerin, die sich nicht mit der Welt abfindet, wie sie ist. Sie besitzt den Mut zur Provokation und die Freiheit, sich nicht vereinnahmen zu lassen.“

Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland[2]

„Es ist unmöglich zu schauspielern, wenn man nichts über die menschliche Natur weiß. Man muss sie studieren. Man muss sich selbst erforschen. Herausfinden, wer man ist. Ich studiere die Menschen und mich selbst.“

Vanessa Redgrave

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oscar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1967: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Protest
  • 1969: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Isadora
  • 1972: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Maria Stuart, Königin von Schottland
  • 1978: Beste Nebendarstellerin für Julia
  • 1985: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Die Damen aus Boston
  • 1993: nominiert in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für Wiedersehen in Howards End

BAFTA Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Golden Globe Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1967: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical für Protest
  • 1968: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical für Camelot – Am Hofe König Arthurs
  • 1969: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama für Isadora
  • 1972: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama für Maria Stuart, Königin von Schottland
  • 1978: Beste Nebendarstellerin für Julia
  • 1985: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Drama für Die Damen aus Boston
  • 1987: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm für Second Serve
  • 1988: nominiert in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für Das stürmische Leben des Joe Orton
  • 1989: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm für A Man for All Seasons
  • 1996: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical für Ein Sommer am See
  • 1996: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm für Bella Mafia
  • 2001: Beste Nebendarstellerin – Serie, Miniserie oder Fernsehfilm für Women Love Women
  • 2003: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm für Churchill – The Gathering Storm

Weitere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internationale Filmfestspiele von Cannes

David di Donatello

  • 1972: Spezialpreis für Maria Stuart, Königin von Schottland

Drama Desk Award

  • 1997: Beste Hauptdarstellerin in einem Theaterstück für Antony and Cleopatra
  • 2003: Beste Hauptdarstellerin in einem Theaterstück für Long Day's Journey Into Night
  • 2007: Beste Hauptdarstellerin in einem Theaterstück für The Year of Magical Thinking

Emmy

  • 1981: Beste Hauptdarstellerin in einem Fernsehmehrteiler oder Spezial für Playing for Time
  • 2000: Beste Nebendarstellerin in einer Miniserie oder Fernsehfilm für Women Love Women

Kansas City Film Critics Circle

  • 1968: Beste Hauptdarstellerin für Camelot – Am Hofe König Arthurs
  • 1978: Beste Nebendarstellerin für Julia

Laurence Olivier Award

  • 1984: Beste Darstellerin in einem Theater-Revival für The Aspern Papers

London Critics’ Circle Film Award

  • 2008: Beste Nebendarstellerin für Abbitte

Los Angeles Film Critics Association Award

  • 1977: Beste Nebendarstellerin für Julia

National Society of Film Critics Award

  • 1970: Beste Hauptdarstellerin für Isadora
  • 1985: Beste Hauptdarstellerin für Die Damen aus Boston
  • 1986: Beste Hauptdarstellerin für Wetherby

New York Film Critics Circle Award

  • 1987: Beste Nebendarstellerin für Das stürmische Leben des Joe Orton

Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián

  • 1999: Donostia Award für das Lebenswerk

Screen Actors Guild Award

  • 2001: Beste Nebendarstellerin – Serie, Miniserie oder Fernsehfilm für Women Love Women

Tony Award

  • 2003: Beste Hauptdarstellerin in einem Theaterstück für Long Day's Journey Into Night
  • 2007: nominiert in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einem Theaterstück für The Year of Magical Thinking

Internationale Filmfestspiele von Venedig

Goldene Kamera

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vanessa Redgrave: Autobiographie. Quadriga-Verlag, Weinheim/Berlin 1992, ISBN 3-88679-200-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vanessa Redgrave – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. engl. „Small bunch of Zionist hoodlums“
  2. „Die Harte und die Zarte“@1@2Vorlage:Toter Link/www.freiepresse.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., ddp / Freie Presse, 29. Januar 2007